Bandai Namco hat uns einen Key für Code Vein 2 zur Verfügung gestellt. Wir haben bisher rund zwei Stunden gespielt, auf der PS5, mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln. Das hier ist noch keine Wertung und kein abschließender Test, sondern ein erster Zwischenbericht nach kurzer Hands on Zeit, bevor wir morgen weitermachen.

Der Einstieg beginnt mit einer Rückblick Cutscene zu früheren Ereignissen. Danach wirkt die Handlung für uns erstmal eigenständig, ohne dass direkt klar wird, ob und wie stark das Spiel als direkte Fortsetzung erzählt. Insgesamt ist der Start angenehm und nicht überfordernd.
Beim Charakterdesign fällt zuerst der sehr detaillierte Editor auf. Optisch ist das klar Anime, teils auch bewusst überzeichnet, gerade bei Proportionen. Die Figuren lassen sich individuell gestalten, wirken in ihren ersten Eindrücken aber eher archetypisch, also mehr in Richtung klare Rollenbilder als vielschichtige Charakterstudie, zumindest in den ersten Stunden.
In der Welt trifft ein Postapokalypse plus Fantasy Mix auf diesen starken Anime Look bei den Figuren. Die Umgebungen wirken dagegen bodenständiger und eher wie klassische Spieloptik, irgendwo zwischen realistisch und stilisiert. Solide detailreich, ohne dass es direkt in Richtung Grafik Overkill geht.
Spielerisch ist die Soulslike Inspiration eindeutig. Movement, Dodgerolls, Positionierung. Gleichzeitig fühlen sich die Kämpfe dynamisch und actionreich an, weil die Special Fähigkeiten sehr mobil und visuell stark inszeniert sind. Das Feedback bei Treffern und Skills ist klar, man merkt schnell, wann etwas sitzt.
Beim Fortschritt geht Code Vein 2 einen zugänglicheren Weg. Wir verteilen keine Attributpunkte manuell. Level Ups steigern die Werte gemeinsam, der Fokus liegt dadurch stärker auf Fähigkeiten und Builds als auf Zahlen Minmaxing.
Strukturell startet das Spiel erstmal linear, um Mechaniken und Story einzuführen. Danach deutet sich ein Wechsel an, der später mehr Freiheit und Richtung Open World gibt. So zumindest unser Eindruck nach den ersten zwei Stunden.

Auch in Sachen Komfort wirkt das Spiel spielerfreundlich. Die Sprecherstimmen sind angenehm, und Dialoge lassen sich jederzeit überspringen.
Kurzfazit nach 2 Stunden
Der Einstieg wirkt zugänglich, ohne komplett weichgespült zu sein. Die Komplexität steckt bisher eher im Kampfsystem als in Menüs oder Stat Tabellen. Morgen geht es weiter, dann können wir besser einschätzen, wie gut sich diese Systeme über längere Zeit tragen, wie stark sich die Welt öffnet und ob Story, Abwechslung und Progression langfristig mitziehen.
