Neue Charaktere, ein besser verpacktes Endgame und noch mehr Gründe für die nächste Mission
Transparenzhinweis
Cygames hat uns einen PS5-Key für Granblue Fantasy: Relink Endless Ragnarok zur Verfügung gestellt. Der Test basiert auf mehreren Spielsessions auf der PlayStation 5. Die Bereitstellung des Keys hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung.
Granblue Fantasy: Relink Endless Ragnarok versucht nicht, aus dem bekannten Action-RPG plötzlich ein anderes Spiel zu machen. Stattdessen erweitert Cygames genau die Bereiche, die bereits im Hauptspiel am stärksten waren.
Die Kämpfe werden anspruchsvoller, sechs zusätzliche Figuren bringen neue Spielweisen und The Conflux gibt dem bisherigen Endgame-Grind eine deutlich angenehmere Struktur. Hinzu kommen weitere Möglichkeiten für Builds, Waffen und vollständig entwickelte Charaktere.
Endless Ragnarok ist damit keine klassische Story-Erweiterung, die sich nach dem Abspann bequem an das Hauptspiel anhängen lässt. Es ist vor allem ein Paket für Spieler, die Relink wegen seiner Bosskämpfe, Charaktere und langfristigen Optimierung mochten.
Und genau für diese Zielgruppe funktioniert die Erweiterung.

Relink fühlt sich sofort wieder vertraut an
Der Wiedereinstieg kann zunächst überwältigend wirken.
Charakterwerte, Waffen, Sigils, Traits, Materialien und Fähigkeiten wollen nach einer längeren Pause erst wieder verstanden werden. Endless Ragnarok erweitert diesen Unterbau zusätzlich und setzt voraus, dass ihr zumindest grob wisst, wie eure Gruppe aufgebaut ist.
Gerade in den ersten Menüs stellt sich deshalb schnell die Frage, welche Kombination damals eigentlich funktioniert hat und welche Werte für den eigenen Charakter besonders wichtig waren.
Sobald der erste größere Kampf beginnt, ist diese Unsicherheit jedoch schnell vergessen.
Ausweichrollen, Fähigkeiten und schnelle Positionswechsel greifen auf der PS5 sauber ineinander. Der Boss füllt einen großen Teil des Bildschirms, Warnflächen erscheinen am Boden und das Team entfesselt seine ersten Spezialangriffe.
Dann ist Relink wieder Relink.
Das Kampfsystem vermittelt erneut dieses Gefühl, nach einer abgeschlossenen Mission direkt noch eine weitere starten zu wollen. Nicht, weil jede Aufgabe völlig neu wäre, sondern weil sich Bewegung, Angriffe und Charakterfähigkeiten weiterhin hervorragend miteinander verbinden.

Die Kämpfe bleiben die größte Stärke
Endless Ragnarok verändert den grundlegenden Kampf nicht. Das ist die richtige Entscheidung.
Die spielbaren Figuren reagieren direkt, besitzen klar erkennbare Stärken und verlangen unterschiedliche Herangehensweisen. Ein Wechsel von Gallanzas schweren Treffern zu Maglielles schnellen Flächenangriffen verändert nicht nur die Animationen, sondern den gesamten Rhythmus einer Begegnung.
Die neuen Herausforderungen verlangen außerdem mehr Aufmerksamkeit als viele Abschnitte der ursprünglichen Kampagne. Es reicht nicht immer aus, sämtliche Fähigkeiten so schnell wie möglich einzusetzen und auf hohe Schadenszahlen zu hoffen.
Bossangriffe müssen gelesen, Warnflächen ernst genommen und offensive Zeitfenster bewusst genutzt werden. Wer zu lange auf Schaden setzt, obwohl Abstand die bessere Entscheidung wäre, wird entsprechend bestraft.
Dabei fühlen sich die Kämpfe überwiegend fair an. Niederlagen entstehen meistens nachvollziehbar, weil ein Angriff falsch eingeschätzt oder eine Mechanik übersehen wurde.
Einige Begegnungen ziehen sich allerdings stärker als notwendig.
Das Problem liegt dabei weniger in den Angriffsmustern. Viele Bosse bleiben mechanisch interessant und fordern eine gute Reaktion. Wenn einzelne Phasen trotz sauber gespielter Mechaniken zu lange dauern, wird aus Anspannung jedoch zunehmend Routine.
Mit einer gut ausgerüsteten und abgestimmten Gruppe funktioniert das deutlich besser. Im Alleingang oder mit einem unpassenden Build können diese Kämpfe schnell zu Ausdauerduellen werden.

Sechs neue Figuren bringen neue Spielweisen
Mit Endless Ragnarok wächst das Roster auf insgesamt 28 spielbare Charaktere.
Neu hinzugekommen sind:
Beatrix, Eustace, Fraux, Fediel, Gallanza und Maglielle.
Besonders interessant sind Gallanza und Maglielle. Beide waren bereits als Gegner aus der Hauptgeschichte bekannt und können nun selbst gespielt werden. Fähigkeiten, denen wir zuvor ausweichen mussten, werden damit Teil des eigenen Werkzeugkastens.
Gallanza setzt auf langsame, schwere Angriffe. Seine Treffer besitzen spürbares Gewicht und eignen sich für Spieler, die gezielte Kraft schnellen Angriffsketten vorziehen.
Maglielle kontrolliert mit ihren Klingen größere Bereiche. Ihre Angriffe funktionieren besonders gut gegen Gruppen und sorgen dafür, dass sie sich deutlich beweglicher und schneller anfühlt als Gallanza.
Auch die übrigen Neuzugänge besitzen eigene Schwerpunkte.
Beatrix gehört zu den vielseitigsten Figuren der Erweiterung. Sie kann zwischen verschiedenen Ausrichtungen wechseln und dadurch Angriff, Regeneration oder Verteidigung stärker gewichten. Wer ihre Mechanik sinnvoll nutzt, erhält eine Figur, die sich gut an unterschiedliche Situationen anpassen lässt.
Eustace erweitert den Fernkampf und lebt stärker von Positionierung und dem richtigen Abstand zum Gegner. Fraux kombiniert schnelle Nahkampfangriffe mit unterschiedlichen Haltungen, während Fediel Magie, Distanz und schnelle Positionswechsel miteinander verbindet.
Nicht jede Figur wird zu jedem Spielstil passen.
Genau darin liegt aber eine Stärke von Relink. Die Charaktere fühlen sich nicht wie leicht veränderte Varianten derselben Grundlage an. Sie verändern, wie wir uns bewegen, wie wir auf Gegner reagieren und welche Momente wir für unsere stärksten Fähigkeiten nutzen.
Dadurch entstehen neue Gründe, bekannte Missionen mit anderen Gruppen noch einmal zu spielen.
The Conflux verpackt den Grind deutlich besser
The Conflux ist der stärkste neue Bestandteil von Endless Ragnarok.
Der Modus verbindet mehrere Räume und Herausforderungen zu einem zusammenhängenden Durchlauf. Nach erfolgreichen Abschnitten wählen wir temporäre Verstärkungen aus und bereiten uns damit auf schwierigere Aufgaben vor.
Diese Roguelite-Struktur passt erstaunlich gut zu Relink.
Das Endgame des Hauptspiels verlangte häufig, dieselben Missionen wiederholt abzuschließen, bis das benötigte Material endlich verfügbar war. The Conflux entfernt diesen Grind nicht, gibt ihm aber einen besseren Ablauf.
Statt eine einzelne Quest ständig neu zu starten, bewegen wir uns durch mehrere aufeinanderfolgende Räume. Wir kämpfen, verbessern uns und nehmen direkt die nächste Herausforderung mit.
Dadurch entsteht ein deutlich angenehmerer Spielfluss.
Besonders hilfreich ist, dass nicht jeder Raum ausschließlich aus Gegnergruppen und Bossen besteht. Zwischendurch gibt es kleinere Beobachtungs-, Bewegungs- oder Geschicklichkeitsaufgaben.
Mal muss ein Unterschied innerhalb einer Szene erkannt werden. An anderer Stelle verfolgen wir einen flüchtenden Slime oder bewegen uns unter Zeitdruck durch einen Abschnitt.
Diese Aufgaben sind nicht besonders komplex, erfüllen aber einen wichtigen Zweck. Sie unterbrechen die ständige Abfolge aus Kämpfen und geben den Durchläufen einen besseren Rhythmus.
Boons und Resonance geben den Runs eine eigene Entwicklung
Nach abgeschlossenen Räumen können verschiedene Boons ausgewählt werden. Diese temporären Verbesserungen gelten nur für den aktuellen Durchlauf.
Einige erhöhen bestimmte Werte, andere unterstützen Fähigkeiten oder verstärken einen konkreten Spielstil. Dadurch muss regelmäßig entschieden werden, welche Verbesserung zur aktuellen Figur und Gruppe passt.
Mehr Schaden kann sinnvoll sein. In einem anderen Run ist zusätzliche Sicherheit wichtiger. Manche Effekte entfalten ihren größten Wert nur dann, wenn wir unsere bisherige Spielweise entsprechend anpassen.
Nicht jede Auswahl verändert den gesamten Durchlauf. Die Entscheidungen sorgen aber dafür, dass wir unsere Prioritäten immer wieder neu bewerten müssen.
Zusätzlich besitzt The Conflux mit Resonance einen eigenen dauerhaften Fortschrittsbaum. Die dort freigeschalteten Verbesserungen gelten nur innerhalb des Modus und beeinflussen nicht automatisch die regulären Quests.
Diese Trennung funktioniert.
The Conflux entwickelt seine eigene Progression, ohne den restlichen Schwierigkeitsgrad vollständig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Selbst ein nicht abgeschlossener Run kann Fortschritte liefern und den nächsten Versuch erleichtern.
Gerade für Solospieler ist das hilfreich. Eine feste Gruppe oder passende Online-Lobby wird nicht zwingend benötigt. Der Modus bietet einen direkten Weg, weiterzuspielen, Materialien zu sammeln und sich Schritt für Schritt zu verbessern.

The Conflux ist besser als klassisches Farming, aber nicht endlos frisch
Trotz seiner Stärken bleibt The Conflux dem grundlegenden Kampfsystem von Relink treu.
Viele Gegner sind bereits bekannt und einzelne Raumtypen beginnen sich nach mehreren Durchläufen zu wiederholen. Auch bei den finalen Begegnungen wäre langfristig etwas mehr Abwechslung wünschenswert gewesen.
Der Modus erzeugt deshalb nicht dauerhaft völlig neue Situationen.
Er ist aber eine klare Verbesserung gegenüber dem ständigen Neustart derselben Farm-Mission. Die Mischung aus Kämpfen, kleineren Aufgaben und temporären Verstärkungen sorgt dafür, dass sich das Sammeln von Materialien weniger nach einer Pflichtaufgabe anfühlt.
Der Grind verschwindet nicht.
Er fühlt sich nur deutlich weniger nach Grind an.
Und das ist für Relink bereits ein wichtiger Fortschritt.
Beschwörungen bieten mehr als große Effekte
Eine der auffälligsten Neuerungen sind die Primal-Beast-Beschwörungen.
In ausgewählten Begegnungen können mächtige Kreaturen eingesetzt und für kurze Zeit direkt kontrolliert werden. Dadurch bestehen die Beschwörungen nicht nur aus einer großen Animation, die automatisch Schaden verursacht.
Wir bestimmen selbst, wie wir uns bewegen und welche Angriffe wir einsetzen.
Das gibt dem System mehr spielerische Tiefe, als die spektakuläre Darstellung zunächst vermuten lässt.
Die Beschwörungen können außerdem nicht beliebig oft eingesetzt werden. Eine gemeinsame Anzeige muss durch bestimmte Kampfhandlungen gefüllt werden. Dadurch fügen sie sich sinnvoll in den bestehenden Rhythmus ein.
Der richtige Zeitpunkt bleibt entscheidend.
Nutzen wir die Beschwörung sofort für zusätzlichen Schaden oder warten wir auf eine gefährlichere Bossphase? Setzen wir sie offensiv ein oder halten wir sie zurück, um einen späteren Abschnitt kontrollierter zu überstehen?
Endless Ragnarok liefert damit genau das Spektakel, das zu Relink passt, verbindet es aber mit genügend Kontrolle, damit die Beschwörungen nicht nur gut aussehen.

Primal Bursts verstärken die größten Momente
Auch die bekannten Chain Bursts werden erweitert.
Wenn alle Gruppenmitglieder ihre Skybound Arts erfolgreich miteinander verbinden, kann anschließend ein Primal Burst ausgelöst werden. Proto Bahamut beendet die Angriffskette dabei mit einem zusätzlichen mächtigen Angriff.
Das verändert den Kampf nicht grundlegend, gibt der Koordination innerhalb des Teams aber einen weiteren sichtbaren Höhepunkt.
Relink war nie ein zurückhaltendes Spiel.
Warnflächen, Bossangriffe, Schadenszahlen und Spezialeffekte können gleichzeitig den gesamten Bildschirm füllen. Der Primal Burst setzt noch einen letzten großen Moment auf diese ohnehin auffällige Inszenierung.
Master Traits vertiefen die Charakterentwicklung
Endless Ragnarok richtet sich klar an Spieler, die ihre Figuren weiter optimieren möchten.
Mit den Master Traits erhalten vollständig gelevelte Charaktere zusätzliche Entwicklungsoptionen. Verschiedene Master Styles können ausgebaut und mit weiteren Eigenschaften verbunden werden.
Dazu gehören unter anderem Verbesserungen für Lebenspunkte, Schadensgrenzen und andere zentrale Werte.
Dadurch lassen sich Figuren stärker auf bestimmte Aufgaben ausrichten. Je nach Charakter und bevorzugtem Spielstil entstehen offensivere, defensivere oder spezialisierte Varianten.
Für Spieler, die ihre Lieblingsfigur bereits weitgehend ausgebaut hatten, sind die Master Traits ein sinnvolles neues Ziel.
Gleichzeitig erhöhen sie die Komplexität.
Wer nach längerer Pause zurückkehrt, muss nicht nur den bisherigen Build wieder verstehen, sondern sich zusätzlich in weitere Stile und Eigenschaften einarbeiten. Nach einer gewissen Eingewöhnung fügt sich das System aber nachvollziehbar in das bestehende Endgame ein.
Die Waffentranszendenz schafft weitere Build-Möglichkeiten
Auch die Waffenentwicklung wird erweitert.
Über die Transzendenz können weitere Waffentypen über ihre bisherigen Grenzen hinaus verbessert werden. Dadurch erhalten auch Ausrüstungsgegenstände neues Potenzial, die zuvor möglicherweise nicht mehr zur bevorzugten Wahl gehörten.
Zusätzliche Werte und Traits schaffen mehr Spielraum für individuelle Builds.
Gemeinsam mit neuen Sigils wächst der Werkzeugkasten für Spieler, die gerne Werte vergleichen, Fähigkeiten kombinieren und ihre Charaktere gezielt auf bestimmte Herausforderungen vorbereiten.
Genau hier zeigt sich die Ausrichtung der Erweiterung besonders deutlich.
Endless Ragnarok liefert nicht nur stärkere Gegner. Es gibt uns gleichzeitig neue Möglichkeiten, unsere Figuren auf diese Gegner vorzubereiten.
Wer Relink wegen seiner langfristigen Charakterentwicklung mochte, findet darin viel neues Material.

Die Geschichte bleibt Nebensache
Endless Ragnarok setzt die Ereignisse des Hauptspiels fort.
Neue Bedrohungen tauchen auf und geben den zusätzlichen Gegnern, Orten und Herausforderungen einen erzählerischen Rahmen.
Die Geschichte erfüllt ihren Zweck, bleibt aber deutlich hinter dem Gameplay zurück.
Viele Szenen sind kurz und dialoglastig. Einzelne Momente funktionieren, hinterlassen aber weniger Eindruck als die großen Bosskämpfe oder das Ausprobieren einer neuen Figur.
Spieler, die bereits tief im Granblue-Universum stecken, werden aus bekannten Charakteren und Zusammenhängen wahrscheinlich mehr herausholen.
Wer die Reihe hauptsächlich durch Relink kennt, bekommt dagegen nur wenige wirklich einprägsame erzählerische Höhepunkte.
Das ist kein vollständiger Bruch, weil Relink schon zuvor vor allem durch seine Action getragen wurde.
Wer von Endless Ragnarok allerdings eine große emotionale Story-Erweiterung erwartet, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen.
Wir bleiben nicht wegen der Geschichte.
Wir bleiben wegen der Kämpfe.

Die Einstiegshürde bleibt hoch
Endless Ragnarok richtet sich nicht vollständig an Spieler, die Relink direkt nach dem Abspann beiseitegelegt haben.
The Conflux lässt sich vergleichsweise früh erreichen und bietet damit einen zugänglicheren Einstieg in die neuen Inhalte. Die eigentlichen Endgame-Herausforderungen und späteren Story-Abschnitte verlangen dagegen einen deutlich weiter entwickelten Spielstand.
Wer nach der Hauptgeschichte aufgehört hat, muss zunächst ältere Endgame-Inhalte nachholen, die eigene Gruppe ausbauen und anspruchsvollere Quests bewältigen.
Das ist konsequent, aber nicht besonders rückkehrerfreundlich.
Aktive Spieler können direkt an ihre bisherigen Fortschritte anknüpfen. Wer lange nicht gespielt hat, steht dagegen zunächst vor mehreren Systemen und Aufgaben, bevor ein großer Teil der neuen Inhalte sinnvoll zugänglich wird.
Endless Ragnarok ist dadurch gleichzeitig zugänglich und abschreckend.
The Conflux bietet einen guten ersten Weg zurück. Das spätere Endgame macht aber klar, dass die Erweiterung hauptsächlich für erfahrene Spieler entwickelt wurde.
Auf der PS5 bleibt Relink schnell und spektakulär
Auf der PlayStation 5 hinterlässt Endless Ragnarok einen technisch runden Eindruck.
Ausweichrollen, Fähigkeiten und Positionswechsel reagieren schnell. Auch in hektischen Bossphasen bleibt die Steuerung präzise genug, um auf Warnflächen und plötzliche Angriffe zu reagieren.
Visuell bleibt Relink seiner Identität treu.
Das Spiel möchte laut, bunt und übertrieben sein. Beschwörungen, Skybound Arts, Bossangriffe und Teamaktionen können gleichzeitig den gesamten Bildschirm füllen.
Manchmal ist beinahe zu viel los.
In besonders hektischen Situationen muss kurz sortiert werden, welche Flächen gefährlich sind und welche Effekte von der eigenen Gruppe stammen.
Dieses visuelle Chaos gehört teilweise zum Reiz des Spiels. Ein großer Bosskampf soll nach Ausnahmezustand aussehen.
Meistens bleibt die Action gut lesbar. Gelegentlich opfert Relink die Übersicht jedoch für noch mehr Spektakel.

Für wen lohnt sich Endless Ragnarok?
Endless Ragnarok versucht nicht, jeden neu von Granblue Fantasy: Relink zu überzeugen.
Wer bereits mit dem Hauptspiel nichts anfangen konnte, wird durch die Erweiterung wahrscheinlich nicht plötzlich umgestimmt.
Der grundlegende Kreislauf bleibt bestehen:
Missionen, Bosskämpfe, Materialien, wiederholte Begegnungen und stetige Optimierung.
Man muss Freude daran haben, Figuren langfristig zu entwickeln, Builds zu testen und sich auf immer stärkere Gegner vorzubereiten.
Wer genau das mochte, erhält zahlreiche neue Gründe zurückzukehren.
The Conflux verpackt das Materialfarming besser. Die sechs zusätzlichen Figuren erweitern die spielerische Auswahl. Master Traits, Waffentranszendenz und neue Sigils schaffen weitere Fortschrittsziele.
Wer dagegen hauptsächlich eine umfangreiche Geschichte oder ein vollständig neues Spielgefühl erwartet, wird deutlich weniger abgeholt.
Unser Fazit
Granblue Fantasy: Relink Endless Ragnarok ist eine starke Erweiterung für Spieler, die mit dem Hauptspiel noch nicht abgeschlossen hatten.
Cygames versteht, was Relink getragen hat.
Nicht die tiefste Geschichte und auch keine riesige offene Welt. Entscheidend sind die schnellen Kämpfe, unterschiedlichen Figuren, großen Bosse und die Motivation, den eigenen Build immer weiter zu verbessern.
The Conflux ist dabei die wichtigste Neuerung. Der Modus erfindet das Endgame nicht neu, verpackt den bekannten Grind aber deutlich besser. Unterschiedliche Räume, temporäre Verstärkungen und kleinere Aufgaben außerhalb der Kämpfe sorgen für einen angenehmeren Rhythmus.
Die sechs neuen Charaktere erweitern das bereits starke Kampfsystem durch zusätzliche Spielweisen. Besonders Beatrix, Gallanza und Maglielle zeigen, wie unterschiedlich Relink seine Figuren weiterhin gestalten kann.
Master Traits, Waffentranszendenz und neue Sigils geben erfahrenen Spielern langfristige Ziele. Die Beschwörungen liefern nicht nur große Effekte, sondern ergänzen den Kampf durch direkte Kontrolle und sinnvolle Timing-Entscheidungen.
Die Erweiterung besitzt dennoch klare Grenzen.
Die Geschichte bleibt blass, einige Bosskämpfe ziehen sich und Rückkehrer müssen zunächst wieder in ein komplexes Endgame finden. Auch The Conflux muss langfristig beweisen, wie gut seine Abwechslung trägt.
Endless Ragnarok versucht aber auch nicht, jedem zu gefallen.
Es richtet sich an Spieler, die Relink bereits mochten und mehr davon wollen.
Und genau für diese Zielgruppe funktioniert die Erweiterung.
Mehr Figuren, mehr Builds, mehr Endgame und ein Kampfsystem, das sofort wieder Lust auf die nächste Mission macht.

