Farming Camp verbindet Farming, Team Management und eine entspannte Coming of Age Geschichte. Wir teilen unsere ersten Eindrücke aus dem Evertree Farming Camp.

Farming Spiele gibt es inzwischen mehr als genug.
Felder bestellen, Tiere versorgen, angeln, Beziehungen aufbauen und irgendwann die eigene Farm immer weiter vergrößern.
Farming Camp nimmt viele dieser bekannten Elemente, setzt sie aber in einen deutlich anderen Rahmen.
Wir verbringen keinen offenen Alltag auf unserer eigenen Farm, sondern erleben einen kompletten Sommer im Evertree Farming Camp. Wir lernen andere Teilnehmer kennen, besuchen Unterricht, erledigen Aufgaben, sammeln Punkte für unser Team und versuchen am Ende des Sommers den Wettbewerb zu gewinnen.
Und genau diese Struktur sorgt bisher dafür, dass sich Farming Camp anders anfühlt als ein klassisches Stardew Valley.
Wir spielen das Spiel seit einigen Tagen und haben bisher einen ziemlich guten Eindruck.

Wir erleben den Sommer durch Ale
Im Mittelpunkt steht Alessandra, kurz Ale, Sandy, ‚Ssandra und weitere Spitznamen die ihr gegeben wurden.
Sie kommt durch ihren besten Freund Jefferson, besser bekannt als Big J, ins Evertree Farming Camp.
Offiziell erzählt Farming Camp damit die Geschichte von Alessandra, bevor sie später zu einer bekannten Evertree Farmerin wird. Ihr Sommer im Camp bildet den Ausgangspunkt dieser Entwicklung.
Das funktioniert für uns bisher gut, weil Ale nicht wie eine komplett leere Spielfigur wirkt.
Wir erleben das Camp klar aus ihrer Perspektive und bekommen dadurch einen stärkeren Bezug zur Geschichte und zu den anderen Teilnehmern.

Willkommen bei Team Blaubeermarmelade
Ale landet gemeinsam mit Mike und Rey in einem Team und übernimmt dort die Führungsrolle.
Unser Team trägt den Namen Blaubeermarmelade.
Natürlich sind wir nicht allein.
Greg führt Team Guacamole an und Regenmacher steht an der Spitze von Team Apfelmus.
Damit ist von Anfang an klar, worauf der Sommer hinausläuft.
Die Teams erledigen Aufgaben, sammeln Punkte und versuchen am Ende des Camps ganz oben zu stehen.
Genau dieser Wettbewerb gibt dem Spiel einen festen Rahmen. Wir spielen nicht einfach Tag für Tag vor uns hin, sondern wissen immer, warum wir bestimmte Aufgaben erledigen.
SOEDESCO beschreibt diesen Wettbewerb ebenfalls als zentrales Element. Farming, Unterricht, Missionen und Aufgaben rund um das Camp bringen Punkte und sollen gleichzeitig Teamarbeit und Zeitmanagement fördern.

Jeder Tag hat einen klaren Rhythmus
Ein Tag besteht aus drei Phasen:
Morgen, Nachmittag und Abend.
Morgens und nachmittags können wir Aufgaben erledigen und Punkte sammeln.
Wir pflanzen Samen, gießen Felder, kümmern uns um Tiere, füttern sie oder gehen mit dem Fischerboot angeln.
Daneben lernen wir nach und nach weitere Aktivitäten kennen und treffen natürlich auch immer wieder die anderen Camp Teilnehmer und Lehrkräfte.
Am Abend wird das Tempo deutlich ruhiger.
Dann geht es ans Lagerfeuer, wo wir mit den anderen sprechen können. Danach kehren wir in den Schlafsaal unseres Teams zurück, wo der Tag endet und der nächste vorbereitet wird.
Dieser feste Tagesrhythmus gefällt uns bisher ziemlich gut.
Er verhindert, dass Farming Camp komplett offen und ziellos wirkt.
Wir führen unser Team tatsächlich
Im Schlafsaal befindet sich die Team Tafel.
Dort planen wir den nächsten Tag und teilen Mike und Rey verschiedene Aufgaben zu.
Dabei können wir nicht einfach jeden Charakter dauerhaft dieselbe Arbeit erledigen lassen.
Bestimmte Aufgaben können nicht mehrfach hintereinander derselben Person zugewiesen werden, wodurch wir zumindest ein wenig darüber nachdenken müssen, wie wir unser Team einsetzen.
Das ist kein kompliziertes Management System.
Muss es aber auch nicht sein.
Es reicht, um Ale tatsächlich wie die Leiterin der Gruppe wirken zu lassen und uns etwas mehr Verantwortung zu geben, als nur unsere eigenen Aufgaben abzuarbeiten.

Farming ist nur ein Teil des Ganzen
Genau hier unterscheidet sich Farming Camp für uns am deutlichsten von klassischen Farming Spielen.
Natürlich pflanzen wir.
Natürlich gießen wir.
Natürlich kümmern wir uns um Tiere.
Aber das Spiel dreht sich nicht ausschließlich um Landwirtschaft.
SOEDESCO beschreibt Farming Camp ausdrücklich als Mischung aus Farm Management, Camp Alltag, Minispielen und Beziehungen zwischen den Jugendlichen. Auch weitere Aktivitäten wie Holz hacken, Kochen, Schädlingsbekämpfung und unterschiedliche Missionen gehören dazu.
Dadurch entsteht bisher ein angenehmer Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben.
Wir verbringen nicht den kompletten Tag damit, zehn Felder abzulaufen.

Die Story verändert das Spielgefühl
Das ist bisher wahrscheinlich der wichtigste Punkt für uns.
Farming Camp fühlt sich nicht wie Stardew Valley mit einem anderen Grafikstil an.
Der große Unterschied ist die Geschichte.
Wir spielen einen konkreten Sommer.
Mit konkreten Charakteren.
Mit einem Wettbewerb.
Und mit Beziehungen, Rivalitäten und kleinen Konflikten, die sich während des Camps entwickeln.
Dadurch bekommen selbst einfache Tätigkeiten mehr Kontext.
Wir bauen nicht einfach irgendetwas an, weil es Geld bringt.
Wir erledigen Aufgaben, weil unser Team Punkte braucht.
Wir sprechen nicht nur mit NPCs, weil irgendwann ein Herzlevel steigen soll.
Wir lernen Teilnehmer kennen, die Teil derselben Geschichte sind.
Genau das verändert das gesamte Spielgefühl.

Die Charaktere tragen viel dazu bei
Bisher gefallen uns auch die Figuren.
Die Gespräche sind locker inszeniert und die Charaktere wirken angenehm unterschiedlich.
Mike, Rey, Big J und die anderen Teilnehmer geben dem Camp schnell eine eigene Dynamik.
Dabei bleibt natürlich nicht alles harmonisch.
Es gibt kleinere Spannungen und Konflikte zwischen einzelnen Figuren. Auch Beziehungen zwischen Teilnehmern können Auswirkungen darauf haben, wie andere Personen reagieren.
Wir möchten an dieser Stelle bewusst nicht zu viel vorwegnehmen.
Aber genau diese kleinen persönlichen Geschichten sorgen bisher dafür, dass wir neugierig bleiben, was als Nächstes passiert.
Offiziell beschreibt SOEDESCO Farming Camp ebenfalls als Coming of Age Geschichte mit Freundschaften, Beziehungen und sich verändernden Dynamiken zwischen den Jugendlichen.

Cozy trifft es ziemlich gut
Vor allem eines hat uns bisher überrascht:
Farming Camp ist wirklich angenehm entspannt.
Der Wettbewerb sorgt zwar dafür, dass wir ein Ziel haben, aber das Spiel erzeugt daraus bisher keinen unnötigen Stress.
Die Aufgaben sind überschaubar, die Tagesstruktur ist klar und die Gespräche lockern den Alltag regelmäßig auf.
Dadurch entsteht genau dieses Cozy Gefühl, das viele Farming Spiele erreichen wollen.
Nur eben mit deutlich mehr Story Struktur.
Wir verbringen gerne Zeit im Evertree Camp.
Und aktuell ist das vielleicht das größte Kompliment, das wir dem Spiel machen können.

Die kleinen Aufgaben sorgen für Abwechslung
Farming Camp setzt viele Tätigkeiten als kleine Minispiele um.
Neben Pflanzen, Tierpflege und Angeln gehören laut Entwickler unter anderem auch Kochen, Holz hacken und Schädlingsbekämpfung dazu.
Das ist bisher ein sinnvoller Ansatz.
Keine dieser Aktivitäten muss extrem tief sein.
Sie sollen eher verhindern, dass wir jeden Tag exakt dasselbe machen.
Gerade zusammen mit dem festen Zeitplan funktioniert das bisher gut.
Ein Morgen kann stärker auf Landwirtschaft ausgelegt sein, während wir später andere Aufgaben übernehmen oder uns mehr mit den Figuren beschäftigen.

Es geht nicht nur darum, den Wettbewerb zu gewinnen
Natürlich bleibt der Wettbewerb wichtig.
Wir wollen Punkte sammeln.
Wir wollen unser Team gut einsetzen.
Und wir wollen am Ende des Sommers möglichst gewinnen.
Aber schon nach den ersten Tagen merkt man, dass Farming Camp noch etwas anderes erzählen möchte.
Ale lernt nicht nur Landwirtschaft.
Sie lernt Menschen kennen.
Sie übernimmt Verantwortung.
Und sie erlebt einen Sommer, der offensichtlich mehr Bedeutung für sie bekommt, als sie zunächst erwartet hat.
Genau deshalb funktioniert das Spiel für uns bisher besser als ein einfacher Farming Wettbewerb.
Unser bisheriger Eindruck
Nach unseren ersten Tagen im Evertree Farming Camp haben wir einen klar positiven Eindruck.
Farming Camp ist gemütlich, unterhaltsam und angenehm strukturiert.
Das Farming selbst ist wichtig, aber nicht alles.
Die Story, die Camp Teilnehmer und die kleinen Konflikte sorgen dafür, dass sich das Spiel anders anfühlt als ein klassischer offener Farming Simulator.
Besonders gut gefällt uns, wie entspannt der Alltag bisher wirkt.
Wir lernen neue Aufgaben kennen, kümmern uns um Tiere, gehen angeln, planen unser Team und verbringen die Abende mit den anderen Teilnehmern am Lagerfeuer.
Dabei entsteht nie das Gefühl, ständig etwas verpassen zu müssen.
Und genau deshalb genießen wir unsere Zeit in Evertree bisher ziemlich.
Farming Camp fühlt sich aktuell weniger wie eine Farm Simulation und mehr wie ein Sommer an, den wir gemeinsam mit Ale erleben.
Ob der Wettbewerb, die Beziehungen und die Aufgaben über den gesamten Verlauf tragen, werden wir in unserem vollständigen Review klären.
Bis dahin bleiben wir erstmal bei Team Blaubeermarmelade.